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Die Welt der Schiffe

Die Entdeckung der Erde

Die Wikinger waren die ersten Europäer, die um das Jahr 1000 ihren angestammten Kontinent verließen und mit Langbooten wie dem Gokstad-Schiff Amerka erreichten. Eine dauerhafte Ansiedlung jenseits des großen Meeres gelang ihnen indes nicht.

 

Erst 15. Jahrhundert begannen die Europäer, sich dauerhaft überall auf der Welt niederzulassen. Bartolomeu Diaz erreicht 1488 die Südspitze Afrikas, Christoph Columbus 1492 mit der Amerika. Ferdinand de Magellan begann 1519 die erste Weltumsegelung, die nach seinem Tod im Pazifik von Juan Sebastian Elcano zu Ende gebracht wurde. Abel Tasman erforschte die Nordküste Australiens und entdeckte 1642 Tasmanien und Neuseeland. James Cook vervollständigte auf mehreren Seereisen von 1768 bis 1780, die erste davon mit der ENDEAVOUR, praktisch die Seekarten der Welt und ließ außerhalb der hohen Breiten kaum noch Spielraum für Entdeckungen.

 

Bald boten nur noch die hohen Breiten die Möglichkeit von Neuentdeckungen. Nathaniel Palmer beschrieb 1820 als erster die Berge des antarktischen Festlands. Grönland und Spitzbergen wurden erforscht, so unter anderem auch von der deutschen GRÖNLAND- Expedition von 1868. Adolf Erik Nordenskiöld befuhr 1878-79 als erster die arktische Nordostpassage und Roald Amundsen 1903-06 mit der GJÖA die Nordwestpassage. Deutsche Forscher beteiligten sich 1901-03 mit der GAUSS an der Erforschung der Antarktis. Amundsen war es auch, der 1911 mit seiner Expedtion zum Südpol das Zeitalter der Entdeckungen der Kontinente weitgehend abschloss. Trotzdem blieben weite Teile des Südkontinents de facto unbekannt. Mit dem deutsche Schleuderschiff SCHWABENLAND wurden erstmals Flugzeuge für Forschungs- und Entdeckungsaufgaben in der Antarktis eingesetzt. Manche Küstenabschnitte der Antarktis wurde erst nach dem 2. Weltkrieg näher erforscht, zum Beispiel mit Hilfe des US-Eisbrechers GLACIER.

 

Unter der Meeresoberfläche blieb aber noch viel Unbekanntes zu entdecken. Pionierleistungen bei der Erforschung der Unterwasserwelt wurden von ozeanografischen Forschungs- und Vermessungsschiffen wie der S.M.S. PLANET erbracht, deren Mannschaft auf ihrer ersten Fahrt 1906/07 ungeahnt tiefe Meeresgräben fand. Aber erst nach 2. Weltkrieg wurde die Welt unter Wasser für die breite Öffentlichkeit sichtbarer, wozu der Franzosen Jacques-Ives Cousteau und die Besatzung seiner CALYPSO erheblich beitrugen..

 

Ab ca. 1970 konnten dann auch Touristen auf sogenannten Expeditionskreuzfahrtschiffen wie der "World Discoverer" in die entlegensten Weltregionen gelangen.

Das Gokstad-Schiff aus dem 9. Jahrhundert ist ein typisches nordisches Langboot, mit denen die Wikinger bis nach Nordamerika gelangten. Es wurde 1880 in einem Grabhügel in Norwegen gefunden.

Die nur knapp 40 m lange ENDEAVOUR aus dem Jahr 1764, wie die "Bounty" ein ehemaliges Kohlenschiff, wurde als das Expeditionsschiff des Ent­de­ckers James Cook weltberühmt.

Das kleine Vollschiff BOUNTY von 1784 bleibt wegen der berühmten, vielfach verfilmten Meuterei während einer britischen Südsee-Expedition im Jahre 1788 unver­gessen.

Mit 1867 gebauten GRÖNLAND segelte die erste deutsche Polar­expedition bis auf 81°45' Nord. Es ist bis heute der nördlichste Punkt, der von einem Segelschiff ohne Hilfs­antrieb erreicht werden konnte.

Die 1872 vom Stapel gelaufene Nordische Jagt GJØA war das erste Schiff, das die stark vereiste Nordwestpassage zwi­schen Atlantik und Pazifik im hohen Nor­den Kanadas durchfuhr.

Die 1884 gebaute TERRA NOVA wurde 1910 weltberühmt, als sie die später un­ter dramatischen Umständen fehl­geschla­ge­ne Südpol-Expedition von Robert F. Scott in die Antarktis trug. 

Kein aus Holz gebautes Schiff erreichte jemals höhere Breiten als die 1892 in Norwegen gebaute Schonerbark FRAM, weder im Süden noch im Norden unseres Globus.

Die GAUSS wurde  für die deut­sche Antarktis­expedition von 1901-1903 gebaut. Nach dieser Fahrt wurde sie an Kanada verkauft und unter dem Namen „Arctic" zur Erfor­schung der nordkanadischen Inseln ein­ge­setzt.

Die S.M.S PLANET wurde von der kaiserlichen Marine für Vermessungsaufgaben in den damligen deutschen Kolonien gebaut. Ihre Mannschaft vermaß 1906/07 ungeahnt tiefe Meeresgräben.

Die 1925 gebaute SCHWABENLAND fuhr bis 1932 als Fracht­schiff. 1934 sie zum Katapultschiff umge­baut und im Südsommer 1938/1939 als For­schungs­schiff für eine deutsche Antarktis-Expedition verwendet.

Das 1942 in den USA als Minensucher erbaute französische Tauch- expeditionsschiff CALYPSO war in den 1960er und 1970er Jahren eines der bekanntesten Schiffe der Welt.

Die 1954 erbaute USS GLACIER nahm an 29 Expeditionen in die Antarktis und einigen wenigen in die Arktis  teil. Am 7. Juli 1987 wurde der Eisbrecher außer Dienst gestellt. 

Auf einen Blick

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